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It’s tea time: Entstehung und interessante Fakten über das beliebte Heißgetränk Tee

31. Dezember 2019
Tee

Wir trinken ihn aus puren Genuss und ebenso, wenn wir krank sind: Tee. Doch was steckt eigentlich hinter dem beliebten Heißgetränk? Wie fand er seinen Weg nach Deutschland und worauf müssen wir beim Zubereiten achten? In meinem heutigen Artikel möchte ich näher auf das begehrte Heißgetränk eingehen.

Das zweitbeliebteste Getränk nach Wasser: Tee

Wusstest du, dass Tee nach Wasser das zweitbeliebteste Getränk ist? Heutzutage werden jährlich 2,9 Millionen Tonnen Tee produziert und durchschnittlich trank jeder Deutsche im Jahr 2018 etwa 26 Liter Grün- und Schwarztee und zwar alleine im Hochsommer (Quelle: deutscher Teeverband). Das deutsche Importvolumen liegt bei 50.381 Tonnen aus weltweit 67 Ländern. Davon ist Indien mit 13.752 Tonnen der größte Tee-Lieferant für Deutschland. Den größten Tee-Exporteur der Welt stellt Kenia mit 454.874 Tonnen dar. Beeindruckende Zahlen, oder?

Ich bin eine begeisterte Teetrinkerin und wollte unbedingt mehr über das Heißgetränk erfahren. Schließlich ist es für uns selbstverständlich den Wasserkocher einzuschalten und uns heißes Wasser für eine Tasse leckeren Tee zu kochen. Doch auch das Heißgetränk erzählt eine interessante Geschichte bis es den Weg zu uns in die Küche gefunden hat.

Die Geschichte von Tee und sein Weg nach Deutschland

Bereits vor 5000 Jahren tranken Menschen in China Tee, welches als Ursprungsland für das Heißgetränk gilt. Einer Sage nach, soll es der Kaiser von China Shen Nung damals durch Zufall entdeckt haben. Er war sehr auf Reinheit bedacht und ließ daher sein Wasser abkochen, ehe er es trank. Eines Tages wehte der Wind die Blätter eines Teebaumes in den Kessel mit kochendem Wasser. Daraufhin probierte der Kaiser das grünliche Wasser und war sehr angetan von dem Heißgetränk.

Für die Verbreitung des Tees sorgten letztendlich erst buddhistische Mönche 552 n. Chr. Durch sie gelang er zunächst von China nach Japan. Die Verbreitung bis hin nach Europa geschah erst sehr viel später und zwar im 17. Jahrhundert. Zuvor erreichte der Tee im Jahr 1610 zum ersten Mal Amsterdam. 59 Jahre lang galten die Holländer als einzige europäische Tee-Importeure. Doch auch die Englänger fanden im Tee ein begehrtes Handelsgut und stiegen 1669 in den Teehandel ein. Die Niederländer sorgten schließlich dafür, dass das begehrte Heißgetränk nach Deutschland kam. Zunächst wurde er nach Ostfriesland importiert, wo sich eine eigene Teekultur entwickelt hat, die bis heute noch existiert. Eine interessante Geschichte, oder?

Anbau der Teepflanze Camellia Sinensis

Über die Geschichte haben wir nun bereits etwas erfahren, doch wie wird Tee eigentlich angebaut? Die wichtigsten Anbauländer stellen Indien, Kenia und Sri Lanka dar. Dort wird vor allem schwarzer Tee sowie kleine Mengen von grünen Tee produziert. Die Teepflanze gehört zur Familie der Camellia Sinensis und wächst in tropischen und subtropischen Regionen. Die Pflanze ist ein immergrünes Gewächs mit gelblich-weißen Blüten. Als ideale Wachstumsbedingungen für die Pflanze gelten hohe Luftfeuchtigkeit, viel Regen und Sonnenlicht. Vor allem in Höhenlagen wächst daher die Pflanze besonders gut und kann bis zu drei bis vier Meter hoch werden. Zur Erleichterung der Ernte werden jedoch die Pflanzen auf eine Höhe von etwa einem Meter gestutzt. Heutzutage wächst die Teepflanze allerdings nicht mehr wild, stattdessen wird sie kontrolliert angebaut.

Die Ernte des Tees verläuft in verschiedenen Phasen. Die erste Ernte wird als „First Flush“ bezeichnet und findet zwischen Ende Februar bis Anfang April statt. Das Ergebnis sind milde Teesorten mit einem feinen Aroma. Zwischen Ende Mai und Ende Juli findet die „Second Flush“, sprich die zweite Ernte, statt. Dieser Tee ist würziger und schwerer und daher weniger fein. Zwischen diesen beiden Ernten werden die „Inbetween teas“ gepflückt. Diese Ernte bringt Sorten mit einem fruchtigen Geschmacksaroma hervor.

So wird das beliebte Heißgetränk hergestellt

Nach der Ernte erfolgt die Verarbeitung der Teeblätter. Hierfür werden wiederum verschiedene Phasen durchlaufen. In der ersten Phase „Welken“ werden die Blätter getrocknet und der Wassergehalt sinkt von 70 auf etwa 40 bis 50 Prozent. Dadurch werden die Blätter leichter und verändern ihre Konsistenz. Dies ist wichtig für die nächste Phase – dem Rollen. Bei der zweiten Phase werden die Blätter gerollt und die Zellwände brechen auf. Dieser Prozess ist notwendig, damit sich die Inhaltsstoffe des Tees später im heißen Wasser auflösen können.

Bei dem Rollen tritt Saft aus den Blattzellen aus, der mit dem Sauerstoff reagiert. Dadurch kommt es zur Oxidation und dementsprechend zu dem chemischen Prozess der Gärung. Bei diesem Schritt setzt die dritte Phase – die Fermentation – ein. Diese Phase ist entscheidend für den späteren Geschmack und das Aroma. Die Fermentation kann bis zu fünf Stunden andauern und die Blätter färben sich von grün zu einem kupferrot. Sobald der gewünschte Grad der Fermentation erreicht ist, wird die dritte Phase abgebrochen.

Zum Abschluss erfolgt die vierte und letzte Phase: Die Trocknung. Dabei gelangen die Blätter in einen Heißlufttrockner, um die Feuchtigkeit auf etwa fünf Prozent zu senken. Bei der Herstellung von Tee ist es wichtig, genau auf die Einhaltung der Phasen zu achten. Dadurch bestimmt sich die Sorte des Tees. Je nach Größe und Form der Blätter und die Art der Rollung und Verarbeitung unterscheiden sich die Sorten. Daher wird bei grünem Tee beispielsweise auf die Fermentierung verzichtet, um die enthaltenen Vitamine und weitere Inhaltsstoffe zu sichern. Darüber hinaus werden viele Schwarzteesorten aromatisiert. Hierfür werden die Teeblätter vor der letzten Phase mit ätherischen Ölen oder anderen Aromastoffen behandelt.

Häufige Fehler bei der Zubereitung von Tee

Fehler bei der Zubereitung von Tee? Wieso denn das, es ist doch ganz einfach: Wasser kochen, Teebeutel oder Teeei in eine Tasse geben und das heiße Wasser aufschütten. Ist doch ganz leicht, oder etwa nicht? Ehrlicherweise habe ich mir früher auch nie Gedanken über das Zubereiten von Tee gemacht, doch bei meiner Recherche bin ich auf ein paar interessante Aspekte gestoßen, die ich dir auch nicht vorenthalten möchte.

Fehler Nr. 1: Die falsche Wassertemperatur

Beginnen wir mit dem ersten und sehr wesentlichen Fehler bei der Zubereitung von Tee: Die falsche Wassertemperatur. Je nach Sorte ist es nämlich wichtig die richtige Temperatur zu beachten. So ist es wichtig, dass du grünen Tee nie mit heißem Wasser aufkochst. Dadurch gehen wichtige Aromastoffe verloren und dein grüner Tee wird bitter. Daher grünen Tee mit 70 Grad Celsius warmen Wasser aufgießen.

Währenddessen mag es schwarzer Tee gerne heiß und darf daher mit heißem Wasser aufgegossen werden. Die natürlichen Gerbstoffe im schwarzen Tee lösen sich im kochenden Wasser am besten. Ebenso Früchte- oder Kräutertee wird mit kochendem Wasser aufgegossen.

Fehler Nr. 2: Zu lange Ziehzeiten

Du hast das Wasser aufgegossen und erledigst in den paar Minuten schnell etwas anderes. Ehe du dich verziehst hast du die Zeit total vergessen und der Teebeutel schwimmt immer noch im Wasser. Das Ergebnis: Der Tee schmeckt nicht so, wie er soll. Bei der Zubereitung ist es wichtig, dass du auf die Ziehzeiten achtest. Während grüner Tee nicht länger als zwei Minuten ziehen darf, kann schwarzer Tee drei bis fünf Minuten ziehen. Früchte- oder Kräutertee solltest du etwa acht bis zehn Minuten ziehen lassen.

Grundsätzlich gilt: Zieht der Tee zu kurz, öffnen sich nicht richtig die Geschmacksaromen und er schmeckt fade. Daher ist es wichtig, dass du auf die Ziehzeiten achtest, um anschließend das Heißgetränk in seinem vollen Umfang zu genießen.

Fehler Nr. 3: Den Teeblätter nicht genügend Platz geben

Du packst deinen losen Tee gerne in ein Tee-Ei, um ihn zuzubereiten? Das Problem hierbei ist, dass die Tee-Eier meistens viel zu klein sind und daher den Blättern nicht genügend Platz zum Entfalten geben. Dementsprechend können sie nicht richtig ihr Aroma abgeben und du erlangst nicht das gewünschte Ergebnis. Besser ist es, wenn du den Tee in einem großen Filter oder einem größeren Teesieb aufkochst.

Fehler Nr. 4: Falsche Lagerung des Tees

Wärme, Licht und Feuchtigkeit sind Faktoren, die dein Tee gar nicht leiden kann. Ebenfalls fremde Gerüche sind eine Gefahr. Daher ist es am idealsten, wenn du deinen Tee dunkel und kühl lagerst. Du kannst ihn am besten in einer luftdichten, fest verschließbaren Teedose aufbewahren. So behält der Tee sein Aroma und du kannst ihn richtig genießen.

Fehler Nr. 5: Den Tee falsch warmhalten

Es sieht so schön und gemütlich aus und ist dennoch nicht für alle Teesorten geeignet: Ein Stövchen. Oftmals wird gekochter Tee in einer Teekanne aufbewahrt und mit einem Stövchen warmgehalten. Allerdings kommt dies nicht allen Teesorten zugute. Wenn du beispielsweise Früchtetee trinkst, kannst du dein Heißgetränk ohne Probleme mit einem Stövchen warmhalten. Anders sieht es jedoch mit den meisten Sorten wie Grüner Tee oder Schwarzer Tee aus: Der wahre Geschmack wird verfälscht und bittere Aromen breiten sich durch das wiederholte Erwärmen des Getränks aus.

Fehler Nr. 6: Zu hartes und kalkhaltiges Wasser

Das deutsche Trinkwasser ist gesund und gut, keine Frage. Für unseren Teegenuss eignet sich das Wasser allerdings nicht immer ganz so gut. Die hohe Wasserhärte sorgt dafür, dass feine Aromen blockiert werden und sich ein nicht gerade schöner Film auf der Wasseroberfläche bildet. Daher solltest du darauf achten, dass das Wasser nicht zu hart und möglichst kalkarm und rein ist, um den vollen Genuss deines Tees genießen zu können. Hierbei helfen Wasserkocher mit einem Filter.

Na, was sagst du über die Geschichte von Tee und den ganzen Aspekten, die du bei der Zubereitung des Heißgetränks beachten solltest? Mich hat die Recherche über das Thema total begeistert und ich finde es einfach unfassbar spannend mehr über Tee zu erfahren. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar und teile mir deine Meinung mit, ich freue mich von dir zu hören.

Bis bald und liebe Grüße

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